Verbindungsform mit meist politischen Auftrag
Die ersten Burschenschaften entstanden 1815 aus Protest über die durch die Landesherren betriebene Kleinstaaterei und die Restauration.
Die Burschenschaftliche Bewegung nahm ihren Anfang 1815 in Jena, wo im Gasthaus Tanne von Jeneser Studenten und Professoren die sogenannte Urburschenschaft gegründet wurde. Ihre Farben waren schwarz-rot-gold und ihr Wahlspruch lautete 'Ehre-Freiheit-Vaterland'.
Ziel der Burschenschaften war es, das deutsche Volk innerlich und äußerlich zu vereinen.
1817 schlossen sich die Burschenschaften zur Allgemeinen Deutschen Burschenschaft zusammen.
Von 1819 bis 1848 waren die Burschenschaften auf dem Gebiet des Deutschen Bundes verboten (Karlsbader Beschlüsse). Sie existierten jedoch im Untergrund oder unter anderem Namen weiter.
Um 1827 spaltete sich die Burschenschaftliche Bewegung in die gemäßigten Arminen und die radikaleren, republikanischen Germanen.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden wieder vereinzelte kleine Dachverbände und Kartelle, die sich dann 1881 zum Allgemeinen Deputierten Convent (ADC) zusammenschlossen. Seit 1902 nannte sich dieser Verband dann Deutsche Burschenschaft (DB).