Auch: Kugelung. Kugelwahl. Die Abstimmung erfolgt mit Hilfe verschiedenfarbiger, meist schwarzer und weißer Kugeln (=> Ballotierkugeln). In akademischen Gremien teilweise noch üblich.
Die Ballotage wurde zuerst im frühen Mittelalter von den Benediktinern zur Abtwahl eingeführt (ist die eleganteste Methode, eine geheime Wahl ohne Rückgriff auf damals teures Papier durchzuführen) - jeder Wahlberechtigte gibt zwei Kugeln in zwei verschiedenfarbige Urnen - wenn er die weiße Kugel in die weiße Urne und die schwarze Kugel in die schwarze Urne fallen läßt, bedeutet das "ja", umgekehrt "nein".