ehemaliger Dachverband der akademischen Fliegerschaften, 1924 - 1935
Da es den Pariser Vororteverträgen (Versailles, Saint-Germain) von 1919 Deutschland und Österreich untersagt worden war, bei den Streitkräften Flugzeuge zu besitzen (und die zivile Luftfahrt noch so gut wie nicht vorhanden war), wurden in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg an vielen Schulen und Hochschulen Fliegerschaften und Fliegergruppen gegründet, um die diversen aeronautischen Kenntnisse in der Bevölkerung zu verbreiten (und sie so im Kriegsfall ohne weitere Vorbereitung zur Verfügung zu haben).
Fliegerschaften sind farbentragend, freischlagend und rein männlich; gehören somit (zusammen mit Ruder-, Segel- und Turnerschaften) zur Kategorie der Sportverbindungen.
Der AFR wurde 1924 (am 28.10., dem Todestag des berühmten Jagdfliegers Oswald Boelcke) von folgenden Verbindungen gegründet:
- F! Dädalia Breslau
- F! Lilienthal Berlin
- F! Wieland Graz
Er bestand bis 1935; die einzige Fliegerschaft, die nach dem 2. Weltkrieg wieder Aktivenbetrieb aufnahm und bis heute existiert, ist die akad. F! Wieland-Staufen Graz.