08.09.2010  
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"Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung."
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Wappen (TRV Rhenania,Bingen)
Zirkel (TRV Rhenania,Bingen)

- TRV Rhenania

Gründungsdatum:01.12.1897
Hochschulort:Bingen
Status:aktiv
Wahlspruch:Mens sana in corpore sano!
Waffenst. Prinzip:nicht schlagend
Couleur:farbtragend
Farben:hellblau-weiß-rot, Percussion: silber
 
 
Mütze:Schlappformat
 
Schlappformat
Pekeschen:hellblau
Anschrift:
Saarlandstrasse 56a
55411 Bingen
Deutschland
Kontakt:
Telefon: +49 (6721) 44497
Telefax: +49 (6721) 44497
Internet: http://www.trv-rhenania.de/
E-Mail: aktivitas [ÄT] trv-rhenania.de

Geschichte:

Die Gründung anno 1897
Die Überlieferung sagt, dass der "Technische Ruderverein Rhenania" (TRV Rhenania) einem Freundeskreis entsprungen ist. Studenten waren im November 1897 mit einem Kahn auf dem Rhein unterwegs. Da sie keine Fahrwasserkenntnisse besaßen und keine besonders guten Ruderer waren, strandeten sie an einem Felsen im "Binger Loch". Dieser Felsen, etwa in der Mitte zwischen Mäuseturm und Assmannshäuser Ufer, ragte bei Niedrigwasser etwa einen Meter aus dem Fluss. Er wurde später allgemein als "Rhenanenfelsen" bezeichnet. Nach der Bergung des Kahns beschlossen die Gestrandeten die Gründung eines Rudervereins. Diese erfolgte am 1. Dezember 1897. Der Verein erhielt den Namen: "Technischer Ruderverein Rhenania". Die Gründer waren: Herr Theodor Pillmann, Herr Fritz Berger, Herr Otto Schmitz, Herr Fritz Eich, Herr Walter Ludwig, Herr Gustaf Schmitz und Herr von Grawulowsky.
Sowohl der geschilderte Unfall als auch die wassersportgünstige Lage Bingens und das zur damaligen Zeit hohe Ansehen des Rudersportes als Elitesport für Studierende haben zur Gründung des Rudervereins beigetragen. Der TRV Rhenania fand hervorragende Beachtung, sowohl bei den Studenten als auch bei den Dozenten des Technikums und bei der Binger Bevölkerung, denn der Verein war derzeit der einzige Ruderverein in Bingen.

Die Auflösung im Krieg
Der Druck des "Friedrichsruher-Waffenrings" im Sinne der NSDAP auf die nicht in ihm organisierten Korporationen nahm seit 1935 zu. Diese standen vor der Wahl des Eintritts in diesen Bund oder der Auflösung der Korporation. Es wird vermutet, dass die Aktivitas sich 1938 zur Auflösung entschieden hat. Das Technikum wurde weit unter seinem wirklichen Wert am 1. Februar 1939 als "Ingenieurschule in Bingen am Rhein" an die deutsche Arbeitsfront verkauft. Der "Verband ehemaliger "Rhenanen" wird durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Juni 1939 aufgelöst, und der bisherige Vorstand, Direktor Otto Herberts, zum Liquidator bestellt. Die Auflösung wurde am 5. Juli 1939 in das Vereinsregister Mörs eingetragen. Damit waren die offiziellen Aktivitäten des "Technischen Rudervereins Rhenania" zu Bingen durch den Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg unterbrochen.

Der Neuanfang
Als nach dem Ende des 2. Weltkrieges dessen Auswirkungen in der Bundesrepublik im wirtschaftlichen sowie im privaten Bereich halbwegs überwunden waren, machten sich einige unentwegte Rhenanen daran, die versprengten Bundesbrüder des TRV Rhenania der Vorkriegszeit wieder zu sammeln.
Es bildeten sich zwei Zentren. In Frankfurt am Main war es unser Bundesbruder Balthasar Schmitt v/ Perkeo, der die Verbindungen zu den Rhenanen im Rhein-Main-Gebiet, in Süddeutschland und im noch durch die Grenze getrennten Saarland herstellte. Bereits 1950 bestand ein Kreis von 11 Bundesbrüdern. Unter Ihnen auch Theodor Pillmann v/ Loki einer der Gründer des TRV Rhenania. Im Rhein- Ruhr-Gebiet waren es die Bundesbrüder Franz Gerbener v/ Faust und sein Sohn Hugo Gerbener v/ Fäustchen, die dort die ansässigen Rhenanen sammelten.
An Pfingsten 1952 trafen sich auf Einladung des Bundesbruders Wilhelm Glimm v/Neptun aus Saarbrücken neun Alte Herren des TRV Rhenania in Bingen. Diese beschlossen, den Alte-Herren-Verband des TRV Rhenania wieder ins Leben zurufen und wählten den ältesten Rhenanen Franz Gerbener v/ Faust, zum Vorsitzenden. Dieser erklärte sich bereit, das Amt bis zur Wahl eines ordentlichen Vorstandes zu übernehmen. Der Sitz des A.H.-Verbandes sollte Bingen sein. Da 1952 in Bingen schon wieder einige Korporationen aktiv waren, wurde an dem Pfingsttreffen 1952 ebenfalls beschlossen, sobald wie möglich wieder eine Aktivitas zu gründen. Starthilfe hierzu wurde vom AH-Vorsitzenden der Burschenschaft Markomannia, zu der noch aus der Vorkriegszeit freundschaftliche Beziehungen bestanden, zugesagt.
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