08.09.2010  
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"Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung."
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Wappen (Guilelmia-Niedersachsen,Freiburg)

S! Guilelmia-Niedersachsen

in der Deutsche Sängerschaft (Weimarer CC)
Gründungsdatum:18.01.1886
Hochschulort:Freiburg
Status:aktiv
Wahlspruch:Virtuti et musis
Waffenst. Prinzip:fakultativ schlagend
Couleur:farbtragend
Farben:rot-weiß-hellblau, Percussion: silber
 
 
Mütze:Biedermeierformat
 
Biedermeierformat
Anschrift:
Basler Straße 44
79100 Freiburg
Deutschland
Kontakt:
Telefon: +49 (761) 74555
Telefax: +49 (761) 74555
Internet: http://www.guilelmia-niedersachsen.de/
E-Mail: mail [ÄT] guilelmia-niedersachsen.de

Geschichte:

Nach dem 2. Weltkrieg beabsichtigten die AH - Verbände der Sängerschaft Guilelmia - Greifswald und der Sängerschaft Niedersachsen-Rostock, neue Aktivitates zu gründen. Durch Vermittlung von Dr. Willi Mussler (Alt-Wittelsbach-München und ehemals auch Wettina-Freiburg) kam es 1958 anläßlich des 100. Stiftungsfestes der Wiener Barden bei einer gemeinsamen Donaufahrt zu ersten Verhandlungen zwischen den beiden Bünden.
In Marburg vereinbarten die beiden AH-Verbände in der Nacht vom 31. Januar zum 01.Februar 1959 während eines Generalconventes beider AHV als Gründungsversammlung, in Freiburg eine neue Sängerschaft mit dem Namen Guilelmia-Niedersachsen zu eröffnen. Ursprünglich sollte die neue S! den Namen „Rugia zu Freiburg“, mit den Farben schwarz-weiß-grau auf blau-rot (Fuxenfarben schwarz-grau) erhalten. Bei der Beschlußfassung am 31.01.1959, im Heim der S! Hasso-Salia, kehrten die AHV aber dann doch zum ersten Vorschlag „Guilelmia-Niedersachsen“ zurück woraus diese Entscheidung erwuchs ist jedoch heute, aufgrund mangelnder Quellen. nicht mehr nachvollziehbar. Der AHV der Sängerschaft Guilelmia sollte weiterhin bestehen bleiben, während der vorläufig letzte GC der S ! Niedersachsen am 09. Juli 1960 beschloß, daß der AHV Niedersachsen komplett in der neugegründeten Sängerschaft aufgehen sollte, bis eine Verlegung nach Rostock möglich sei; dennoch zählte ein erstes Mitgliederverzeichnis die beachtliche Anzahl von 122 Alten Herren. Erster AHx der neuen Sängerschaft wurde DR. WILLI MUSSLER; daneben gehörtem dem ersten AHV die Alten Herren Dr. Hans Jirzik, Dr. Arno Lietzke, Gymnasialprofessor Peter König und OStR Johannes Voigt-Ruscheweyn an.
Mit Hilfe aktiver Verbandsbrüder der Sängerschaften Skalden-Innsbruck, Hohentübingen-Tübingen (Eine Fusion aus Fridericiana-Halle, Zollern-Tübingen und Wettina-Freiburg), Baltia-Kiel (der AHV der Baltia fusionierte mit Gotia-Göttingen im SS 1992), Hasso-Salia-Marburg (nur noch AHV) und Holsatia Hamburg konnte die neue Aktivitas den Gründungskommers der Sängerschaft Guilelmia-Niedersachsen am 09. Mai 1959 in der "Alten Burse" in Freiburg feiern.


Gründungsburschen wurden:
C. P. Lange: X
Uwe Kersting: XX
Gerd Schwegmann: XXX
Rosenheimer, Wagner, und Gosch

Die ersten Füxe waren:
Klaus Graser
Hans-Dieter Burchert
Klauspeter Prinz
Udo Bräuker

Der erste GC der Sängerschaft Guilelmia-Niedersachsen am 09. Mai 1959 legte als Gründungsdatum einstimmig das der Sängerschaft Guilelmia, den 05. Juni 1886, fest.
Zum Wahlspruch einigte man sich auf "virtuti et musis", für Mannhaftigkeit und die Musen. Wobei "virtus" an die Pflege der ritterlichen Tugenden wie Ehrenhaftigkeit, Hilfsbereitschaft, Treue, Wahrhaftigkeit und Begeisterungsfähigkeit für Ideale erinnern soll, und "musis" die Aufgeschlossenheit für das Schöne, die Musik bedeutet. Das Musische wurde zum Prinzip erklärt. Als Farbenlied erwählte man "Wer jetzig Zeiten leben will" ohne seine zweite Strophe. Die Farben des neuen Bundes ergeben sich aus einer Synthese der Farben der Mutterbünde.
Die Aktivitas bezog bereits 1959 ein Haus am Waldsee. Erster und langjähriger Liedermeister wurde AH König, der das Kunststück fertigbrachte, noch 1959 mit Hilfe einiger Alter Herren und Ehegattinnen die neue Aktivitas zu einem Konzert zu befähigen, das allgemeinen Anklang fand und sich in den nächsten Jahren zur Institution verfestigte. Auch fechterisch zeigte sich die junge Aktivitas sehr aktiv. In den Sommersemestern 1962 und 1969 hatte die Sängerschaft Guilelmia-Niedersachsen den Vorsitz in der FFG (Freiburger Fecht-Gemeinschaft) inne. Im WS 1968/69 wurde die 100. Partie auf die Farben unserer Sängerschaft gefochten. Im Jahr 1965 zählte der Bund 51 Aktive und Inaktive und 94 Alte Herren. Die geringer gewordene Zahl der Alten Herren war in erster Linie darauf zurückzuführen, daß nicht allen Bundesbrüdern nach 23 Jahren der Suspension eine Kontaktfindung unter neuen Vorzeichen mit dem jungen Bund gelang. So baten allein 1962 17 Alte Herren den AHV um den Austritt. Im WS 1962/63 übergab VAH Horst Berner (Niedersachsen-Rostock), Sohn des Gründungs-AH der S! Niedersachsen, Georg Berner, der Aktivitas den alten Chargenstuhl der Niedersachsen, der auf abenteuerliche Weise gerettet und erhalten werden konnte, zu treuen Händen (auf der Rückseite des Stuhles läßt sich diese Geschichte nachlesen).
Nachdem im WS 1962/63 im Kneipsaal des Heimes am Waldsee ein Brand gelöscht werden konnte, bei dem zum Glück niemand zu Schaden kam, der jedoch den Flügel zerstörte, und weil der allgemeine Zustand des Hauses derart miserabel war, war es an der Zeit, ein neues Haus zu kaufen. Lange Zeit wurde an das Haus in der Schwarzwaldstr. 91 gedacht, doch die Erbengemeinschaft konnte nicht alle Erbscheine und Vollmachten beibringen. Daher entschied sich AH Dr. Arno Lietzke dann für das Haus in der Baslerstr. 44, das er am 13.10.1965 käuflich erwarb. Sofort begannen alle Aktiven und Inaktiven mit dem Renovieren der 1.Etage und des Souterrains, welches gleich bezogen werden konnten. Der Rest des Hauses wurde wegen bestehender Mietverträge erst später frei. Mit dem Erwerb des Hauses verbesserte sich beinahe augenblicklich die Situation der Aktivitas, d.h. es fanden sich wieder Füxe ein, nachdem man semesterlang am "Existenzminimum herumgekrebst" war. Die feierliche Einweihung des Hauses erfolgte zum 80. Stiftungsfest vom 29.07. - 31.07.1966.
In den siebziger Jahren folgte für den Bund eine längere Durststrecke, doch seit etwa 1980 blühte die Aktivitas neu auf und konnte im Jahre 1986 sogar das Amt der Präsidierenden der Deutschen Sängerschaft übernehmen. Das Amt des Sprechers der Aktivitates übte dabei Thomas Schindler aus. Vorläufiger Höhepunkt war im Jahre 1986 die Feier des 100. Stiftungsfestes. Zum Kommers in Kirchzarten, den Thomas "Keks" Köberle leitete, chargierten 14 Verbindungen und es erschienen insgesamt über 250 Farbenbrüder. Die Festreden hielten die Alten Herren Helmut Schulz-Rupp für die Guilelmen und Helmut Schneider für die Niedersachsen.
Der nächste größere Höhepunkt war im Jahre 1989 das 103. Stiftungsfest, das zugleich auch das 30. Stiftungsfest in Freiburg war. Es zeigt sich, das der Bund in Freiburg gut Fuß gefaßt hat, was dadurch deutlich wird, daß die Sängerschaft Guilelmia-Niedersachsen sowohl in Verbands- als auch in Waffenringkreisen ein gern gesehenes, weil aktives Mitglied ist!
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